Albvorlandtunnel

 

 

Albvorlandtunnel

Wendlingen – Ulm, Deutschland

BIM-Anforderungen bei Grossprojekten seitens der Bauherrschaft

Im Rahmen des Bahnprojekts Stuttgart 21 realisiert ­Implenia für die Deutsche Bahn den Albvorlandtunnel auf der rund 60 Kilometer langen Neubaustrecke zwischen Wendlingen und Ulm. Der Bau des 380 Mio. Euro-Projekt umfasst zwei rund acht Kilometer lange Tunnelröhren mit einem Durchmesser von ca. elf Metern. Zum Baulos gehören zudem eine An­bindung an die Bahnstrecke Stuttgart-Tübingen und eine Güterzuganbindung an das Westportal des Tunnels. Für die Erstellung des Teilabschnitts an das Westportal setzt ­Implenia erstmals BIM-Modelle in einem komplexen Infrastrukturprojekt ein. «Die modellbasierte Erstellung ist eine Anforderung der Bauherrschaft», erklärt Wolfgang Fentzloff, Leiter technischer Innendienst von Tunneling Deutschland. Die Deutsche Bahn wolle die herkömmliche Planungsentwicklung optimieren und wage mit dem Westportal ein Pilotprojekt. «Für uns bietet das Projekt die Möglichkeit, unsere Kompetenzen im Bereich BIM im Infrastrukturbereich zu vertiefen», fügt Fentzloff an. Durch die 3D-Planung konnte bereits in der Angebotsphase ein besseres Projektverständnis seitens Bauherrschaft geschaffen und digitale Grundlagen für den Betrieb erstellt werden. Zusätzlich wendet das Projektteam 4D-Simulationen und die 5D-Kosten- und Terminplanung an, um die Qualitätssicherung des Baus sicherzustellen. Implenia übergibt der Bauherrschaft voraussichtlich 2021 den Albvorlandtunnel. Die Erkenntnisse aus diesem BIM-Projekt werden ­Implenia darüber hinaus als Erfahrungsschatz dienen.

Beim Albvorlandtunnel wendet Implenia erstmals 5D-BIM im Infrastrukturbereich an. Mit der Nutzung von BIM schafft Implenia gegenüber der Bauherrschaft ein besseres Projektverständnis und gewinnt wesentliche Erkenntnisse aus der Anwendung der modellbasierten Technologie.